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Die Kelten |
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Der majestätische Adler wird in vielen Kulturen verehrt und sein Flug gilt als Metapher für den Verlauf des Lebens, Dieses Kapitel ist ein Kaleidoskop, dass die Kindheit der Kelten ebenso umfasst wie die Pflichten der Mütter und Krieger sowie die Zeit, in der die Feste und Triumphe der Männer und Frauen nur noch dunkle Schatten der Erinnerung sind, die in einer einsamen Ruine auf einem Hügel spuken. Die Kindheit ist für die Kelten eine magische Zeit. Gesetze legen fest, welche Pflichten die Eltern bei der Pflege und Erziehung der Kinder haben. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Namenswahl, da die Bedeutung eines Namens bestimmt, welche Rolle seinem Träger im Leben zukommt. Es ist wichtig, dass ein Kind einen Namen erhält, bevor es in den Einflussbereich der bösen Mächte geraten kann. Allerdings verdanken viele besondere Kinder, deren außerordentliche Weisheit ihrem Volke zugute kommt, ihre Namen einem ungewöhnlichen und symbolischen Vorfall, der sich in der Kindheit zutrug. Diese "weisen Kinder" kommen während oder kurz nach der Geburt mit Wasser in Berührung und erleben eine "zweite Geburt", aus der sie mit großem Wissen und übernatürlichen Kräften hervorgehen. Wasser ist nicht nur das natürliche Element der weisen Kinder, sondern auch der Quell allen Lebens und ein Symbol für dichterische Inspiration. Das Wassermotiv kehrt in vielen Legenden ebenso wieder wie das Licht, dass aus der Dunkelheit entspringt. Der junge Held Finn, der "Leuchtende", taucht kurz nach seiner Geburt unter Wasser, um seiner Ermordung durch den König zu entgehen. Ein Fisch bringt ihn wieder an die Oberfläche zurück, wo er so lange in einem Versteck heranwächst, bis er sein Erbe antreten kann. Das Baby Morfhind, der "große Leuchtende", wird unter einer Glückshaube geboren und ins Meer geworfen, wo er ertrinken soll. Stattdessen taucht er mit der neunten Welle wieder auf und beginnt zu sprechen. Obwohl weise Kinder in Dunkelheit geboren werden, erhalten sie Namen, die mit dem Licht und somit mit der besonderen Gabe eines Dichters oder Sehers zu tun haben. Die Meinung, dass Kinder von Geburt an weise sind oder kurz danach weise werden, vertritt auch das Buch des Taliesin :" Alt ist der Mensch bei der Geburt, doch jung, jung ist er danach immerfort. "Dieses Paradoxon findet sich auch in dem Kreislauf von Leben, Tod und einem Leben nach dem Tod. |
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Das keltische Jahr hat weder Beginn noch Ende. Es folgt dem Rhythmus der Natur in einem steten Kreislauf . Die Stichtage des Kalenders fallen mit den Veränderungen in der Natur zusammen. Jede neue Jahreszeit wird mit einem Fest eingeläutet , das der Bedeutung für die Landwirtschaft Rechnung trägt . An den Festtagen verschwimmen die Grenzen zwischen materieller und spiritueller Welt und die Bewohner der Anderswelt betreten das reich der Lebenden . Die Natur schenkt und nimmt Leben , diese beiden Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden , da ohne Zerstörung nichts wachsen oder geheilt werden kann . Deshalb verbinden die Kelten wilde und starke Tiere mit sanften Göttinnen . Auf dem europäischen Kontinent werden die Bären von Artio , der friedvollen Göttin des Waldes bewacht , der Eber dagegen von Arduinna, die ein Jagdmesser trägt und auf ihm wie einem zahmen Pony reitet. Diese Gottheiten verkörpern das Paradoxon von Leben und Tod , als ob sie die Schutzpatrone der Jäger und der Gejagten wären. Die Natur kann ihre heilenden Kräfte nur freisetzen, wenn sie ihr zerstörerisches Potential durch die Handlungen von Vermittlern wie Naturgottheiten und ihren menschlichen Vertretern , den Druiden und Heilern in Schach hält. Einige Ärzte der schottischen Könige und Landherren wurden zu Heilern, nachdem sie das Fleisch der magischen Schlange verzehrt hatten . Eine bretonische Geschichte erzählt, das der Verzehr der magischen Schlange außerordentliche Fähigkeiten wie die Gabe der Heilkraft verleiht. Ein junger Mann lebte bei einer Hexe . Eines Tages erlegte er auf ihre ihre Bitte eine weiße Schlange , aus der sie in einem Topf Suppe bereitete . Als ihn der Hunger plagte , nahm er sich ahnungslos von der Suppe und bemerkte rasch , das er plötzlich ungeahnte Fähigkeiten besaß . Er verstand die Sprache der Vögel , konnte zaubern und mit Kräutern heilen . Er erkannte auch wer seine Hausherrin tatsächlich war . Allerdings kam es bald zu einem Wettstreit zwischen den beiden , wer von ihnen größere Talente besaß.
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Die Kelten
betrachten den Verlauf der Jahreszeiten als steten Kreislauf , als Rad , das
sich dreht . Die Kraft der Sonne schafft Leben und reguliert alles Wachstum
, auch das der Pflanzen und Tiere , von denen die Menschen abhängen. Da die
Naturkräfte das Schicksal des Menschen bestimmen , muss es für alles die richtige
Zeit oder Jahreszeit geben. Zu Samhain , das jedes Jahr Anfang November stattfindet
, werden Spiele gespielt und Legenden von Helden erzählt . Die Menschen können
ein letztes Mal vor dem Winter ein großes Fest genießen. |
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Das nächste
große Fest im keltischen Kalender ist Imbolc , das Anfang Februar gefeiert wird
. Das Wort bedeutet * Geburt der Jungen * und es fand zu einer Zeit statt ,
in der sich die Kelten erneut auf Ackerbau und Viehzucht vorbereiteten. Nach
Verbreitung des Christentums wurde aus Imbolc der Festtag der heiligen Bride,
der Schutzheiligen des Viehs und des Ackerbaus , die auch das Wetter bestimmte.
Eine Legende erzählt , wie sie eines Tages ihre frisch gewaschene Wäsche auf
einen Lichtstrahl hängte , der steif blieb , bis die Kleider trocken waren .
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Die Sonne Du sollst hoch
leben , Sonne der Jahreszeiten , Du bettest
dich zur Ruhe in der wütenden See , |
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Der Mond Möge dein Licht
mir milde strahlen , Der dich erschuf
, |
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Weise Wettersprüche |
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In der schwarzen
Zeit des tiefen Winters Traurig die
Vögel auf den Weiden singen In den Fängen
des tiefen Winters ( irisch) |
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Schnee im Gebirge
weiß die Schlucht , Schnee im Gebirge
die Vorderseite des Turmes befleckt , Schnee im Gebirge
die Vorderseite der Klippen ist befleckt , ( walisisch) |
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Wenn der Wind
von Osten weht, Er wünscht
gen Westen zu ziehen , (irisch) |
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Regen in der
Natur benetzt den Farn. Verständnis
ist ein großes Geschenk (walisisch) |
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Magischer Kreis Ich stand in
einem Kreise Hörte ein leises
wispern Da sprach zu
mir ein Wesen Er fasste meine
Hände Da gab es einen
Hügel Die Flüsse
waren heilig Ein eisig kalter
Windhauch Da blick ich
langsam nieder Wo war der
weise Alte |
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